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Anfang Januar fiel der Startschuss - Montag ist die Abnahme und bereits Ende nächster Woche fährt die Fähre nach Kopenhagen an ihren Einsatzort. „Die Rekordbauzeit verdanken wir der Leichtbauweise in Composite-Struktur“, sagt Baltec-Chef Stefan Schulz, der das Schiff zusammen mit der Ingenieurin Tina Kohn entwickelt hat. Die Fähre wurde in Sandwichbauweise erbaut, dabei wurden Innen - und Außenhülle gleichzeitig gebaut. Die Sandwichplatten wurden miteinander verklebt statt verschweißt. „Das macht das Schiff nicht nur leichter, sondern geht auch noch schneller als schweißen“, stellt Schulz das Schiff vor, während an Deck noch einmal ordentlich geschrubbt wird. Leuchtend gelb hebt sich die Fähre vor dem blauen Himmel ab.
Die 23 Meter lange und 6,80 Meter breite Fähre soll einmal 100 Passagiere transportieren. Durch die geringe Verdrängung können kleinere Motoren verwendet werden, erläutert Schulz. Das spare Treibstoff und verringere somit den CO2 Verbrauch.
Die Baltec Werft baute schon Schiffe in Leichtbauweise, als noch kaum jemand über Spritverbrauch und CO2Ausstoß nachdachte. Mittlerweile haben sich die Lübecker mit ihrer Technik einen Namen gemacht. Die Fähre ist das erste Passagierschiff, dass die zehn Mitarbeiter gefertigt haben. Bisher haben sie vor allem Arbeitsschiffe und Hausboote sowie Jachten angefertigt, bei denen geringere Sicherheitsstandards gelten als bei Passagierfähren.
Da die Werft seit einiger Zeit expandiert, stieß sie auf dem Gelände im Lübecker Stadtteil Herrenwyk an ihre Grenzen und dachte zwischenzeitlich daran, auf ein größeres Gelände nach Emden umzuziehen. Doch nun fand sich mit der Hansestadt Lübeck eine Lösung, auf dem derzeitigen Gelände neue Hallen zu bauen und weitere wasserseitige Anlagen zu errichten. „Emden ist damit endgültig vom Tisch. Wir bleiben in Lübeck“, bestätigt Schulz. Der nächste Auftrag ist auch schon auf dem Tisch: Für eine Schweizer Firma fertigen sie Raumzellen und für eine Großjacht Decksteile für einen Barbereich. Und auch die Dänen haben bereits angekündigt, über zwei weitere Fähren nachzudenken.
Presse Mitteilung LN online: 03.07.2009
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